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Hallo ich bin dein TaxMate! Ich unterstütze dich gerne dabei uns und unsere Services besser kennenzulernen. Wenn du mir ein paar einfache Fragen beantwortest, kann ich dir genau sagen, welcher Service für dich passt!
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Auf ausländische Kapitalerträge, wie beispielsweise Aktiengewinne und Dividenden aus Depots im Ausland, muss in Österreich Steuer gezahlt werden. Diese Kapitalerträge müssen von den Steuerpflichtigen (Personen mit Wohnsitz oder gewöhnlichem Aufenthalt in Österreich) eigenständig in der Steuererklärung angeführt werden. Aus unserer Beratungspraxis wissen wir, dass solche ausländischen Kapitalerträge häufig entweder nicht oder fehlerhaft in der Steuererklärung deklariert werden.

Das Finanzamt fordert regelmäßig zusätzliche Informationen (sogenannte „Ergänzungsersuchen“) zu ausländischen Kapitalerträgen an, die dann beantwortet werden müssen. Zudem fragen sich viele Betroffene, ob eine Selbstanzeige nötig ist und wie diese zu erfolgen hat.

Unsere Steuer-Expert:innen erklären dir hier alles Schritt für Schritt!

Was sind ausländische Kapitalerträge?

Kapitalerträge sind Einkünfte, die aus der Überlassung von Kapital, aus der Realisierung von Wertsteigerungen von Aktien, Fonds oder Derivaten erzielt werden, beispielsweise:

Seit 2022 sind auch Einkünfte aus Kryptowährungen Teil der Einkünfte aus Kapitalvermögen, mehr zur Besteuerung von Kryptowährungen findest du auf unserer Seite: crypto-tax.at

Kapitalerträge unterliegen in Österreich in der Regel einem Steuersatz von 27,5%. Bei inländischen Kapitalerträgen ist die auszahlende Stelle grundsätzlich dazu verpflichtet die Kapitalertragsteuer einzubehalten und abzuführen. Hast du daher deine Aktien zum Beispiel bei einer österreichischen Bank, dann behält sie alle Steuern für dich ein, und du musst nichts mehr machen. Man spricht hier in der Regel von einem steuereinfachen Broker.

Von ausländischen Kapitalerträgen spricht man dann, wenn die Bank oder der Broker bzw. die verwendete Plattform im Ausland ansässig ist.

Wichtig!

Eine ausländische Bank oder Plattform behält für dich keine Steuer ein, daher müssen die Kapitalerträge in der persönlichen Steuererklärung angegeben und versteuert werden. Man spricht hier oft auch von einem nicht steuereinfachen Broker.

Warum stellt das Finanzamt ein Ergänzungsansuchen?

Immer wieder bekommt das österreichische Finanzamt Meldungen ausländischer Behörden darüber, dass Österreicher:innen im Ausland Bankkonten bzw. Depots besitzen und daraus Kapitaleinkünfte erzielen.

Ist alles korrekt in der Steuererklärung eingetragen worden, haben Steuerpflichtige nichts weiteres zu befürchten. Hat das Finanzamt bisher aber nichts von den Einkünften gewusst oder stimmen die gemeldeten Werte nicht mit den Eintragungen in der Steuererklärung überein, dann kommt es im ersten Schritt von Seiten des Finanzamtes zu einem Ansuchen um Ergänzung (oft auch Vorhalt oder Ergänzungsansuchen genannt), d.h. Steuerpflichtige werden darum gebeten eine Stellungnahme abzugeben, warum keine Kapitaleinkünfte erklärt wurden.

Was ist zu tun, wenn ich vom Finanzamt ein Ergänzungsansuchen bekomme und nach Einkünften im Ausland gefragt werde?

Keine Panik, noch ist es nicht zu spät alles richtig zu stellen. Allerdings würden wir dir spätestens jetzt den Kontakt zu einem Steuerberater bzw. einer Steuerberaterin empfehlen, da es wichtig ist nichts falsch zu machen, um keine Strafe zu bekommen.

Wenn du von einer solchen Meldung betroffen bist, bieten unsere Expert:innen Steuerberatung für ganz Österreich in Online-Video-Calls an. Wir besprechen mit dir gemeinsam die weitere Vorgehensweise und setzen die richtigen Schritte.

Warum bekommt das österreichische Finanzamt eine Meldung aus dem Ausland?

Da Österreich im Rahmen der internationalen Amtshilfe eng mit anderen Staaten zusammenarbeitet, erhält das österreichische Finanzamt von ausländischen Finanzverwaltungen Meldungen, wenn jemand, der in Österreich einen Wohnsitz oder gewöhnlichen Aufenthalt hat, Einkünfte auf ausländischen Bankkonten erzielt.

Das Ganze passiert im Rahmen des automatischen und internationalen Informationsaustausches.

Welche Meldungen bekommt das österreichische Finanzamt zu ausländischen Kapitalerträgen?

Neben Meldungen zu hohen Abflüssen, die auch von österreichischen Banken kommen können, erhält das österreichische Finanzamt bei Aktiendepots auch Informationen über den Depotstand, erzielte Dividenden oder Zinsen und Erlöse aus Verkäufen.

Ausländische Kapitalerträge: Welche Plattformen melden (Beispiele)?

Neben klassischen Banken wie der BNP Paribas, der Deutschen Bank oder der DeGiro Bank melden auch reine Broker wie Interactive Brokers oder Online-Banken wie N26 ihre Daten an die österreichische Finanzverwaltung.

Muss ich nach einem Ergänzungsansuchen mit einer Strafe rechnen?

Das hängt davon ab, was das österreichische Finanzamt bereits von deinen Einkünften weiß, wie du dich bisher verhalten hast und ob du gemeinsam mit uns die richtigen Schritte setzt.

Was passiert, wenn man ausländische Kapitalerträge nicht in der Steuererklärung angibt?

Angaben in der Steuererklärung haben wahrheitsgemäß und vollständig zu erfolgen. Werden ausländische Kapitalerträge in der Einkommensteuererklärung gar nicht angegeben, ist das eine Verletzung der Offenlegungspflicht.

Wird aufgrund dessen zu wenig Steuer bezahlt, kann es sein, dass man dadurch eine Abgabenhinterziehung begeht. Dabei handelt es sich um eine Finanzstraftat die sowohl mit Geldstrafe, als auch mit Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Wie erfährt das Finanzamt von ausländischen Kapitalerträgen?

Im Rahmen des multilateralen Amtshilfe-Übereinkommens bzw. der EU-Amtshilferichtlinie sind ausländische Banken, Treuhänder, Broker, usw. verpflichtet gewisse Daten an das österreichische Finanzamt zu übermitteln. Das Finanzamt hat demnach Kenntnis über im Ausland befindliche Bankkonten von in Österreich ansässigen Personen.

Werden in den Steuererklärungen keine entsprechenden Angaben gemacht, oder differieren die Angaben zu den gemeldeten Daten, kann das Finanzamt bei dir nachfragen, woher die Differenzen stammen, oder warum keine Angaben gemacht worden sind.

Hinweis!

Es kommt auch vor, dass Bekannte oder Nachbar:innen, denen dein neu erlangter Reichtum seltsam vorkommt, dies beim Finanzamt melden. Deshalb gibt es öfter Anzeigen aus dem privaten Umfeld über steuerliches Fehlverhalten von Steuerpflichtigen. Dies kann ebenfalls zu weiteren Nachforschungen durch das Finanzamt führen.

Kann das Finanzamt ausländische Kapitalerträge einsehen?

Nein, das Finanzamt kann nicht direkt das Konto jedes Steuerpflichtigen einsehen. Die gemeldeten Daten der Plattformen können allerdings sehr wohl Kontostände und Höhe von ausländischen Kapitaleinkünften umfassen.

Das Finanzamt kann dann weitere Schritte einleiten, um eine Offenlegung der Konten zu veranlassen. Im Rahmen einer Prüfung musst du alle relevanten Unterlagen offenlegen. Das bedeutet, dass du dem Finanzamt zum Beispiel Börsen- und Depotauszüge und andere relevante Daten zur Überprüfung bereitstellen musst.

Was ist eine Selbstanzeige und wann ist eine Selbstanzeige nötig?

Wenn du Kapitalerträge in deiner Steuererklärung in falscher Höhe oder gar nicht angegeben hast, kannst du mit Hilfe einer Selbstanzeige unter Umständen einer Strafe entgehen. Jedenfalls musst du aber die zu wenig bezahlte Steuer nachbezahlen.

Mit Hilfe einer Selbstanzeige kannst du dein Verfehlen eingestehen. Diese Selbstanzeige muss bestimmte Informationen beinhalten und du musst auch die Besteuerungsgrundlagen (Depotauszüge, etc.) offenlegen, damit sie als strafbefreiende Selbstanzeige akzeptiert wird.

Achtung!

Entscheidend ist der Zeitpunkt der Selbstanzeige! Wenn bereits Untersuchungen gegen dich eingeleitet wurden, wie zum Beispiel eine Prüfung durch das Finanzamt, oder wenn dem Finanzamt deine Hinterziehung bereits bekannt ist, könnte es bereits zu spät sein, um Straffreiheit zu erlangen. Es ist daher sehr wichtig, eine Selbstanzeige rechtzeitig einzubringen, um Strafen und Zuschläge zu Nachzahlungen zu verhindern.

Bist du dir nicht sicher, ob du deine Kapitalerträge in der Steuererklärung richtig angegeben hast, oder möchtest du Unterstützung bei einer Selbstanzeige? Dann buche einen Online-Termin mit unseren Expert:innen – persönlich und flexibel für ganz Österreich. Wir helfen dir gerne!

Was gilt in Österreich als Steuerhinterziehung?

Unter dem allgemeinen Begriff Steuerhinterziehung fallen in Österreich insbesondere die Verletzung der Pflicht zur Abgabe der Einkommensteuererklärung und falsche Angaben innerhalb der Steuererklärung, wenn diese zu einer Verkürzung der zu bezahlenden Abgaben führen. Zusätzlich muss noch ein vorsätzliches Verhalten vorliegen.

Es gibt mehrere Möglichkeiten, die dich zur Abgabe einer Einkommensteuer verpflichten können. Die Wichtigsten sind:

Solltest du dir unsicher sein, ob du eine Einkommensteuererklärung abgeben musst oder nicht, lass dich gerne von unseren Expert:innen beraten!

Machst du vorsätzlich falsche Angaben in deiner Einkommensteuererklärung und bezahlst du dadurch zu wenig Steuern, machst du dich der Abgabenhinterziehung schuldig.

Beachte!

Für den notwendigen Vorsatz in Zusammenhang mit der Abgabenhinterziehung reicht es schon aus, dass du es für möglich hältst, dass deine Steuern durch unrichtige oder unterlassene Angaben verkürzt werden, auch ohne dies absichtlich bewirken zu wollen. Ebenfalls machst du dich der Abgabenhinterziehung schuldig, wenn du grob fahrlässig handelst. Das ist z.B. dann der Fall, wenn du deine Unterlagen derart ungenau oder unvollständig führst, dass du versehentlich falsche Angaben machst.

Ausländische Kapitalerträge nicht versteuert: Wie kann ich mich vor einer Strafe schützen?

Hattest du Kapitalerträge und hast diese gar nicht oder nur teilweise in deiner Steuererklärung angegeben? Dann kannst du dich ausschließlich mit einer Selbstanzeige vor einer Strafe schützen. Das kannst du auch nur dann, wenn deine Selbstanzeige alle wesentlichen Punkte enthält und diese auch rechtzeitig passiert.

Solltest du Kapitalerträge in deiner Steuererklärung nicht oder unrichtig angegeben haben und möchtest Unterstützung bei deiner Selbstanzeige, dann buche gerne einen Termin mit unseren Expert:innen – wir helfen dir gerne!

Welche Strafe droht in Österreich bei Steuerhinterziehung?

Machst du dich der Abgabenhinterziehung schuldig, werden zusätzlich zur Nachzahlung des Verkürzungsbetrags auch Geldstrafen verhängt. Die Höhe der Geldstrafe orientiert sich dabei an der Höhe der zu wenig bezahlten Steuer. Die Höchststrafe bei Abgabenhinterziehung beläuft sich auf das doppelte des Verkürzungsbetrages. Die Mindeststrafe liegt bei 10 Prozent des Verkürzungsbetrags. Unter Umständen sind auch Freiheitsstrafen möglich.

Neben möglichen Strafen werden auch Anspruchszinsen und Säumniszuschläge verhängt! Anspruchszinsen und Säumniszuschlag fallen immer an und können durch eine Selbstanzeige nicht vermieden werden.

Wann verjährt eine Steuerhinterziehung?

Ist eine Abgabenhinterziehung verjährt, scheidet eine Bestrafung aus. Bei hinterzogenen Abgaben unter EUR 150.000,- tritt eine absolute Verjährung i.d.R. nach 10 Jahren ein. Bei höheren Beträgen kann sich diese Frist allerdings auch verlängern.

Wie werden Kapitalerträge in Österreich besteuert?

In der Regel unterliegen Kapitalerträge in Österreich einem besonderen Steuersatz. Dieser beträgt für Geldeinlagen und nicht verbriefte Forderungen bei Kreditinstituten (z.B. Sparbuchzinsen) 25 Prozent. In den meisten anderen Fällen wird ein Steuersatz von 27,5 Prozent angewandt. Dieser Steuersatz kommt z.B. bei der Besteuerung von Dividenden auf Aktien und Kryptowährungen zur Anwendung.

Ausnahmen vom besonderen Steuersatz sind u.a. Zinsen aus Privatdarlehen, Einkünfte aus CFDs und Einkünfte aus „private placement“ – Forderungswertpapieren also nicht börsengehandelten Derivaten. Für diese gilt die Tarifbesteuerung, die sich am persönlichen Einkommen eines Steuerpflichtigen bemisst.

Wie kann mir ein Steuerberater bei Steuerhinterziehung von ausländischen Kapitalerträgen helfen?

Als Steuerberater:innen können wir dir bei deiner Selbstanzeige und richtigen Erstellung deiner Steuererklärungen helfen. Mit jahrelanger Erfahrung begleiten wir regelmäßig Kund:innen bei Selbstanzeigen beim Finanzamt.

Wichtig ist zu erwähnen, dass auch immer wieder Vorjahre vom Finanzamt überprüft werden. Nur weil du also ab einem bestimmten Jahr alles richtig versteuert hast, heißt das demnach nicht, dass nicht auch Verfehlungen aus Vorjahren geahndet werden können.

Die Kosten für deine Steuerberatung sind, wenn sie zur Ermittlung deiner Einkünfte anfallen, übrigens auch als Privatperson als Sonderausgaben steuerlich in voller Höhe absetzbar.

Natürlich bieten wir auch reguläre Steuerberatung zu vielen weiteren Themen an. Wenn du also Antworten zu steuerlichen Fragestellungen suchst, bist du bei uns genau richtig – hier geht’s zu unseren Dienstleistungen. Buche einfach online einen Termin mit unseren Expert:innen und lass dich beraten.

Wenn du mehr zur Besteuerung anderer Anlageformen wissen willst, bist du bei uns genau richtig – lies hier weiter:

ETF Steuern in Österreich: Wichtige Infos für Anleger:innen

Bundesschatz Österreich: Wichtige Infos und Steuertipps

KESt Verlustausgleich in Österreich: Tipps und Beispiele

Du möchtest dich genauer über das Thema informieren? Du kannst gerne einen Termin bei unseren Steuerexpert:innen buchen: flexibel vor Ort in Graz oder online für ganz Österreich – wir richten uns nach deinen Bedürfnissen!


Disclaimer: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

Die Republik Österreich bietet seit 2023 den Bundesschatz neu als Anlageform an. Mit dem Bundesschatz veranlagt man sein Geld direkt bei der Republik Österreich. Welche Steuern du auf Zinsen aus dem Bundesschatz zahlen musst und auf welche Details du noch achten solltest, erklären wir hier!

Wie investiert man in den Bundesschatz der Republik Österreich?

Die Website https://www.bundesschatz.at/ ist eine Seite der Republik Österreich, auf der ganz einfach nach kurzer Registrierung mittels ID-Austria sogenannte „Bundesschatzscheine“ gekauft werden können.

Welche Vorteile bietet der neue Bundesschatz ab 2023?

Der Bundesschatz gilt als sichere Anlageform und ist ähnlich einem Sparkonto fix verzinst und damit eine gute Alternative zum klassischen Sparbuch.

Ist der Kauf von Bundesschatzscheinen mit einer Einlagensicherung abgesichert?

Eine direkte Einlagensicherung gibt es nicht, da der Vertragspartner die Republik Österreich ist. Die Einlagensicherung gilt nur für Banken. Die Republik Österreich wirbt beim Bundesschatz mit 100% Sicherheit, da der Staat über eine sehr hohe Bonität verfügt.

Zinsen, Laufzeiten und Gebühren beim Bundesschatz in Österreich

Die Laufzeit beträgt je nach gewähltem Produkt beim Bundesschatz zwischen 1 Monat und 10 Jahren. Das ist ein klarer Vorteil gegenüber klassischen Staatsanleihen, die normalerweise Laufzeiten zwischen 5 und 10 Jahren aufweisen.

Zinsen werden am Ende der Laufzeit ausbezahlt – wenn die Laufzeit länger als ein Jahr ist, erfolgt die Zinsberechnung mit Zinseszinsrechnung.

Beim Bundesschatz fallen keine Gebühren, Spesen oder Kosten an.

Können Bundesschatzscheine auch weiterverkauft werden?

Nein, anders als bei der klassischen Staatsanleihe, die über Banken und Broker erworben werden kann, ist kein Börsenhandel vorgesehen. Es ist daher eher vergleichbar mit einem Festgeld-Sparkonto.

Bundesschatz: Kann ich mein Geld auch vor Ablauf der Laufzeit zurückbekommen?

Ja, eine vorzeitige Tilgung ist möglich, allerdings erhält man dann auch geringere Zinsen. Das investierte Kapital bleibt aber zur Gänze erhalten.

Wie werden die Zinsen aus dem Bundesschatz bei Privatanlegern besteuert?

Die Zinsen aus den Bundesschatzscheinen werden für Privatanleger mit 27,5% KESt endbesteuert. Das heißt du bekommst die Zinsen abzüglich Steuer ausbezahlt und musst sie auch nicht mehr in der Steuererklärung angeben.

Dein Fall ist komplizierter und du möchtest ihn mit Steuerexpert:innen für Kapitalvermögen besprechen? Wir bieten für ganz Österreich Steuerberatung in Video-Calls an – persönlich und flexibel, egal wo du gerade bist!

Kann ich auch Bundesschatzscheine für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag kaufen?

Ja, die Bundesschatzscheine zählen auch als Wertpapiere für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag. Damit könnte es eine interessante Alternative für sonst ebenfalls sehr konservative Anlageprodukte sein. Außerdem ist der Ankauf ohne Bankdepot möglich und kann ganz einfach selbst nach Registrierung mittels ID-Austria durchgeführt werden.

Was ist der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag in Österreich?

Der investitionsbedingte Gewinnfreibetrag (Gewinnfreibetrag) ist eine Steuerbegünstigung in Österreich, die bestimmten Steuerpflichtigen, wie etwa Einzelunternehmer:innen und Personengesellschaften, gewährt wird, um Investitionen zu fördern.

Unabhängig von Investitionen können alle Steuerpflichtigen, die Einkünfte aus Gewerbebetrieb, selbständiger Arbeit oder Land- und Forstwirtschaft erzielen, einen Grundfreibetrag von 13% des Gewinns, maximal jedoch 4.500 Euro (2024), geltend machen. Übersteigt der Gewinn den Betrag, auf den der Grundfreibetrag angewendet wird, können zusätzliche 13% als investitionsbedingter Gewinnfreibetrag in Anspruch genommen werden, sofern entsprechende Investitionen in begünstigte Wirtschaftsgüter getätigt werden. Als solche begünstigten Wirtschaftsgüter gelten auch Bundesschatzscheine, sofern diese 4 Jahre gehalten werden.

Was muss ich beim investitionsbedingtem Gewinnfreibetrag beachten?

Achtung! Damit es zu keiner Nachversteuerung kommt, müssen die Wertpapiere mindestens 4 Jahre (stichtagsgenau) gehalten werden. Wird vorher verkauft, ist zwingend nochmal ein geeignetes Wertpapier nachzukaufen. Das heißt, wenn man beispielsweise nur 3-monatige Bundesschatzscheine kauft, muss man alle drei Monate wieder neue kaufen um eine Nachversteuerung zu verhindern.

Empfehlenswert wäre es gleich einen Bundesschatzschein mit 4-jähriger Laufzeit zu kaufen, um eine Nachversteuerung mit Sicherheit zu vermeiden.

Für den investitionsbedingten Gewinnfreibetrag empfehlen wir den Kauf bis spätestens Mitte Dezember abzuschließen, damit die Bundesschatzscheine bis 31.12. gezeichnet sind und auch tatsächlich für den investitionsbedingten Grundfreibetrag herangezogen werden können.

Wie werden Alternativen zum Bundesschatz besteuert?

Wenn du mehr zur Besteuerung anderer Anlageformen wissen willst, bist du bei uns genau richtig – lies hier weiter:

ETF Steuern in Österreich: Wichtige Infos für Anleger:innen

KESt Verlustausgleich in Österreich: Tipps und Beispiele

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Disclaimer: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Sie wurde auf Basis der öffentlich verfügbaren Informationen (bundesschatz.at Stand 10.05.2024) erstellt. Enzinger Steuerberatung übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

So gelingt deine Steuererklärung oder Arbeitnehmerveranlagung für Österreich: Alle Infos zum Steuerausgleich 2023/2024 – Fristen, FinanzOnline, Freibeträge, Werbungskosten, und vieles mehr!

Steuerausgleich 2023/2024: Einkommenssteuererklärung, Arbeitnehmerveranlagung, Lohnsteuerausgleich

Die Steuererklärung und Arbeitnehmerveranlagung 2023 bietet dir in Österreich viele Möglichkeiten, Steuern zu sparen. In diesem Beitrag erfährst du, welche Ausgaben du absetzen kannst, um deine Steuerlast zu minimieren.

Enzinger sind deine Steuerexpert:innen in Österreich und helfen dir deine Steuerlast zu reduzieren! Bei Fragen zum Thema kannst du bequem eine Online-Steuerberatung hier buchen.

Welche Art Steuererklärung ist für dich geeignet und wie kannst du diese einreichen? Wir erklären dir erstmal alle Begriffe und die wichtigsten Eckpunkte!

Was ist der Unterschied zwischen Einkommenssteuererklärung und Arbeitnehmerveranlagung?

Wenn du Arbeitnehmer:in bist, Gehalt von deinem Arbeitgeber bzw. deiner Arbeitgeberin erhältst und keinerlei andere Einkünfte erzielst, reicht eine Arbeitnehmerveranlagung – dies ist das Formular L1 – für den jährlichen Steuerausgleich aus. Das ist quasi eine gekürzte Einkommensteuererklärung, die nicht so viele Möglichkeiten bietet, dafür aber auch einfach auszufüllen ist.

Die Arbeitnehmerveranlagung ist bis auf ein paar Ausnahmen freiwillig und kann sogar 5 Jahre rückwirkend gemacht werden: z.B. kann die Arbeitnehmerveranlagung 2022 kann bis 2027 durchgeführt werden).

Die Abgabe einer Einkommensteuererklärung – das Formular E1 – ist verpflichtend, wenn deine Einkünfte im Jahr 2023 EUR 13.981 übersteigen und du

Einkommenssteuererklärung: Fristen

Die Frist zur Abgabe deiner Einkommensteuererklärung des vorangegangenen Jahres ist der 30. April bei schriftlicher Einbringung bzw. der 30. Juni bei Online-Erklärungen über FinanzOnline. Falls du von einem Steuerberater oder einer Steuerberaterin vertreten wirst, sind sogar noch längere Fristen möglich.

Steuererklärung Österreich 2023: ab wann abgeben?

Hast du Einkünfte aus einer nichtselbstständigen Tätigkeit? Dann kannst du deine Steuererklärung erst dann abgeben, wenn dein Arbeitgeber deine Lohnzettel an das Finanzamt übermittelt hat.

Dein Arbeitgeber macht dies automatisch und hat dafür bis Ende Februar des Folgejahres Zeit. Spätestens ab März 2024 kannst du also deine Steuererklärung 2023 abgeben.

Steuererklärung Österreich Frist: bis wann abgeben?

Grundsätzlich müssen alle, die verpflichtet sind eine Einkommensteuererklärung abzugeben, diese bis 30. April bzw. 30. Juni über FinanzOnline einreichen. Die späteste Frist für die Steuererklärung 2023 ist somit der 30. Juni 2024.

Diese Frist kann allerdings auf begründeten Antrag vom Finanzamt verlängert werden. Ein solcher Antrag kann elektronisch über FinanzOnline eingebracht werden.

Gibst du deine Steuererklärung zu spät ab, kann ein Verspätungszuschlag von bis zu zehn Prozent des vorgeschriebenen Abgabenbetrags verhängt werden, sofern diese Verspätung nicht entschuldbar ist.

Lässt du deine Steuererklärung von einem Steuerberater oder einer Steuerberaterin erstellen, verlängert sich diese Frist bis längstens auf den 31. März des auf den Veranlagungszeitraum zweitfolgenden Kalenderjahres (Abgabe der Steuererklärung 2022 bis spätestens 31. März 2024).

Steuerberater:innen können aufgrund der sogenannten Quotenregelung diese längeren Fristen in Anspruch nehmen. Es handelt sich hierbei um eine Begünstigung, die den Steuerberater:innen mehr Zeit und Flexibilität bieten soll.

Das umfassende Angebot unserer Steuerberatungskanzlei findest du hier – online oder in unserer Kanzlei im Zentrum von Graz – flexibel und persönlich, egal wo du gerade bist!

Achtung! Für Nachzahlungen, die erst nach dem 30.09. festgesetzt werden, verrechnet das Finanzamt allerdings Zinsen, das heißt wir empfehlen dir trotzdem deine Erklärungen so früh wie möglich zu erstellen.

Steuererklärung Österreich online abgeben: FinanzOnline

Was ist FinanzOnline? FinanzOnline ermöglicht dir den elektronischen Zugang zur Finanzverwaltung in Österreich. Alle Steuerzahler:innen, die ihren Wohnsitz in Österreich haben, können FinanzOnline kostenlos nutzen.

Steuererklärungen und andere Anträge können über FinanzOnline jederzeit erledigt werden. Du benötigst dazu nur ein Gerät mit Internetzugang (PC, Laptop, Smartphone…) und Zugangsdaten.

Wo bekomme ich (neue) Zugangsdaten für FinanzOnline?

Du hast mehrere Möglichkeiten zur (Erst-) Anmeldung bei FinanzOnline:

Wie melde ich mich bei FinanzOnline an?

Du kannst dich bei FinanzOnline ganz einfach durch Eingabe deiner Teilnehmer-Identifikation, Benutzer-Identifikation und deinem Passwort anmelden. Alternativ kannst du dich auch mit ID Austria (ehemals Handy-Signatur) anmelden. Voraussetzung für die Anmeldung ist, dass du die Erstanmeldung bereits durchgeführt hast.

Was ist eine Einkommensteuervorauszahlung und wer muss diese bezahlen?

Als lohnsteuerpflichtige:r Arbeitnehmer:in bekommt man nur denNettobezug ausbezahlt. Die Lohnsteuer behält der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin ein und führt sie an das Finanzamt ab.

Unternehmer:innen unterliegen keinem solchen Steuerabzug. Ihre Einkommensteuer wird nach Ablauf des Jahres veranlagt. Unterjährig müssen auch Unternehmer Vorauszahlungen auf Ihre Einkommensteuer leisten, die Ihnen vom Finanzamt auf Basis der Vorjahre vorgeschrieben werden. Diese Vorauszahlungen sind jeweils am 15. der Monate Februar, Mai, August und November zu entrichten.

Da das tatsächliche Einkommen allerdings erst im Nachhinein endgültig feststeht, kommt es mit der Steuererklärung dann in der Regel zu einer Steuernachzahlung bzw. einer Steuergutschrift.

Zur Schätzung der Höhe der Vorauszahlungen dienen die vorangegangenen Wirtschaftsjahre. Im ersten Geschäftsjahr dient eine Gewinnschätzung als Berechnungsbasis für die Einkommensteuervorauszahlung.

Auch ein:e Arbeitnehmer:in kann eine Aufforderung zur Einkommensteuervorauszahlung bekommen. Das ist zum Beispiel dann der Fall, wenn man mehrere lohn- oder einkommensteuerpflichtige Einkünfte in einem Jahr hat. Dies können z.B. Einkünfte aus mehreren Dienstverhältnissen oder Einkünfte aus Kapitalvermögen oder Vermietung und Verpachtung, die zusätzlich zu einem Gehalt aus einem Dienstverhältnis eingenommen wurden, sein.

Die Höhe der vorgeschriebenen Vorauszahlungen kann durch einen Antrag bis zum 30.09. des jeweiligen Jahres verändert werden. Das kann in FinanzOnline unter „Weitere Services“ unter dem Punkt „Zahlungsoptionen“ mit Klick auf „Vorauszahlung“ gemacht werden.

Es öffnet sich ein Fenster, in dem das betreffende Jahr einzugeben ist. Danach ist die Höhe der Vorauszahlung und eine Begründung einzugeben. Mit einem Klick auf „Prüfen und Einbringen“ wird der Antrag an das Finanzamt eingebracht.

Erklärungswechsel beim Finanzamt und in FinanzOnline: Formulare erklärt

Du hast bis jetzt eine Arbeitnehmerveranlagung gemacht und musst nun z.B. aufgrund von Kryptowährungs-Einkünften zur Einkommensteuererklärung wechseln? Falls ja musst du, um deine Einkünfte in der Steuererklärung in FinanzOnline zu erfassen, einen Erklärungswechsel zur Einkommensteuererklärung durchführen.

Das geht ganz einfach über FinanzOnline. Nach der Anmeldung findest du unter „Weitere Services“ unter „Erklärungen“ den Punkt „Erklärungswechsel“.

Beispiel: Erklärungswechsel aufgrund von Krypto-Einkünften

Im Drop-Down-Menü „Einkünfte“ musst du nun, im Fall von Krypto-Einkünften, „Einkünfte aus Kapitalvermögen“ auswählen. Als nächsten Schritt musst du die spezifische Art deiner Kapitaleinkünfte angeben. Hier kannst du zwischen „Einkünfte aus der Überlassung von Kapital“ oder „Einkünfte aus realisierten Wertsteigerungen aus Kapitalvermögen“ oder „Einkünfte aus Derivaten“ wählen.

Im Feld „Genaue Bezeichnung“ musst du nun eine kurze Beschreibung deiner Krypto-Einkünfte hinzufügen.

Im nächsten Teil des FinanzOnline Formulars musst du nur deine Anschrift (Land, PLZ, Ort, Straße und Hausnummer) eintragen.

Am Ende musst du noch weitere Angaben zu deinen Krypto-Einnahmen machen. Verpflichtend zu befüllen sind hier nur die beiden Felder „Voraussichtlicher Gewinn im Eröffnungsjahr“ und „Voraussichtlicher Gewinn im Folgejahr“. Hier trägst du deinen geschätzten steuerpflichtigen Gewinn aus Kryptowährungen für das laufende bzw. das darauffolgende Jahr eintragen.

Diese Information dient dem Finanzamt dazu, dir auf Basis der mitgeteilten Werte eine Vorauszahlung für die Einkommensteuer vorzuschreiben. Da es sich bei den Werten nur um Schätzungen handelt, kannst du diese im Nachhinein in Form eines Antrags noch anpassen.

Wenn du hierbei Unterstützung benötigst oder andere Steuer-Fragen hast, kannst du jederzeit hier einen Online-Termin mit unseren Expert:innen vereinbaren! Du kannst gerne unsere praktische Online-Steuerberatung für ganz Österreich nutzen – unsere Leistungen sind steuerlich absetzbar, kostentransparent und flexibel.

Steuererklärung Österreich: Freibetrag

Was ist ein Freibetrag? Freibeträge, wie z.B. Werbungskosten oder Sonderausgaben, werden im Rahmen der Steuererklärung von deinem zu versteuernden Einkommen abgezogen und vermindern so die Bemessungsgrundlage für die Berechnung deiner Steuerschuld.

Freibetrag bei Behinderung

Aufwendungen, die durch eine Behinderung entstehen, vermindern die steuerliche Bemessungsgrundlage. Eine Person gilt dann als behindert, wenn der Grad der Behinderung mindestens 25 Prozent erreicht.

Wird kein Pflegegeld bezogen, stehen, abhängig vom Grad der Behinderung, Pauschalbeträge zu. Körperbehinderten, die aufgrund ihrer Behinderung keine öffentlichen Verkehrsmittel benützen können und ein eigenes Kfz besitzen, steht monatlich ein pauschaler Freibetrag von EUR 190 zu. Verfügen sie über kein eigenes Kfz können die tatsächlichen Kosten für Taxifahrten bis max. EUR 153 monatlich geltend gemacht werden.

Des Weiteren gibt es noch pauschale Freibeträge wegen Minderung der Erwerbsfähigkeit und Krankendiätverpflegung.

Werbungskosten Österreich: Was kann man von der Steuer absetzen?

Was sind Werbungskosten in der Steuererklärung? Werbungskosten sind Aufwendungen oder Ausgaben, die in einem objektiven Zusammenhang mit einer nichtselbständigen Tätigkeit stehen und dazu dienen, Einnahmen zu erwerben, zu sichern und zu erhalten, oder Steuerpflichtige unfreiwillig treffen.

Unterschied Steuerabsetzbeträge zu Werbungskosten

Steuerabsetzbeträge sind feste Beträge, die direkt von der berechneten Steuer abgezogen werden. Das bedeutet, sie reduzieren die Höhe der Steuer, die du schuldest, unmittelbar.

Werbungskosten sind Ausgaben, die im Zusammenhang mit deiner beruflichen Tätigkeit entstehen und die von deinem Einkommen abgezogen werden können.

Steuerabsetzbeträge verringern also direkt deine Steuerschuld, während Werbungskosten dein zu versteuerndes Einkommen reduzieren. Beide dienen dazu, deine Steuerlast zu mindern.

Werbungskosten Pauschale Österreich

Arbeitnehmer:innen steht ein Werbungskostenpauschale i.H.v. EUR 132 jährlich zu. Dieses Pauschale wird allerdings bereits in den Lohnsteuertabellen eingerechnet und wird automatisch von der Lohnsteuerbemessungsgrundlage abgezogen. Anfallende Werbungskosten wirken sich daher nur dann steuermindernd aus, wenn sie die EUR 132 übersteigen.

Werbungskosten Beispiele: Homeoffice, KlimaTicket, Internet uvm.

Beispiele für Werbungskosten in Österreich sind:

Werbungskosten wo eintragen: Kennzahlen

In deiner Einkommensteuererklärung gibt es eine eigene Sektion für Werbungskosten. Dort kannst du deine angefallenen Werbungskosten eintragen. Wir nennen dir in den folgenden Abschnitten die Kennzahlen zu den wichtigsten Werbungskosten.

Arbeitsmittel (Kennzahl 169/719)

Hierzu zählen beruflich benützte Gegenstände wie Computer oder Mobiltelefone. Arbeitsmittel, die nicht mehr als 1.000 Euro kosten (2023), gelten als geringwertige Wirtschaftsgüter. Diese geringwertigen Wirtschaftsgüter können im Jahr der Anschaffung zur Gänze steuerlich abgesetzt werden. Dies bedeutet, dass der gesamte Betrag im Jahr der Anschaffung (Bezahlung) als Werbungskosten geltend gemacht werden kann.

Übersteigen die Anschaffungskosten eines mehr als ein Jahr nutzbaren Wirtschaftsgutes 1.000 Euro, dann können sie nur verteilt über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgesetzt werden. Davon hast du vielleicht schon als AfA oder Abschreibung gehört.

Digitale Arbeitsmittel wie Computer oder Mobiltelefone werden in der Kennzahl 169 erfasst, während andere Arbeitsmittel wie Kosten für typische Berufskleidung oder Werkzeuge in der Kennzahl 719 erfasst werden.

Fortbildungs-, Ausbildungs- Umschulungskosten (Kennzahl 722)

Fortbildungskosten sind abzugsfähig, wenn bereits ein Beruf ausgeübt wird und die Bildungsmaßnahmen der Verbesserung von Kenntnissen und Fähigkeiten im Job dienen. Im Gegensatz dazu sind Kosten für Ausbildungen immer dann absetzbar, wenn sie zur Erlangung von Kenntnissen dienen, die eine künftige Berufsausübung ermöglichen.

Zum Beispiel können das auch Kosten für ein Studium sein. Kosten für umfassende Umschulungen, die auf die tatsächliche Ausübung eines anderen Berufes abzielen, sind als „vorweggenommene Werbungskosten“ absetzbar. Sie sind auch dann steuerlich zu berücksichtigen, wenn der neue Beruf nicht als Haupttätigkeit ausgeübt wird. Der neue Beruf muss aber zu steuerpflichtigen Einnahmen führen.

Zu den Fortbildungs-, Ausbildungs- Umschulungskosten zählen neben den eigentlichen Kurskosten auch Fahrtkosten und Kosten für Fachliteratur. Kosten für Ausbildungen, die hauptsächlich den privaten Lebensbereich betreffen, sind nicht abzugsfähig. Dazu gehören beispielsweise Kosten für Sportkurse oder Persönlichkeitsbildung. Fortbildungs-, Ausbildungs- und Umschulungskosten werden in der Kennzahl 722 erfasst.

Internet (Kennzahl 169)

Die Kosten für die beruflich veranlasste Nutzung eines privaten Internetanschlusses sind im Ausmaß der tatsächlichen beruflichen Nutzung als Werbungskosten absetzbar. Wenn eine genaue Abgrenzung zwischen beruflicher und privater Nutzung nicht möglich ist, müssen die Kosten geschätzt und ein Privatanteil ausgeschieden werden. Diese Werbungskosten werden um das Homeoffice-Pauschale gekürzt. Die Kosten für Internet können in der Kennzahl 169 erfasst werden.

Home-Office-Pauschale

Arbeitnehmer:innen, die im Jahr 2023 im Home-Office gearbeitet haben, können ein Home-Office Pauschale geltend machen. Pro Arbeitstag im Home-Office werden pauschal 3 Euro als Werbungskosten bei der Arbeitnehmerveranlagung anerkannt.

Dies ist maximal für 100 Tage pro Kalenderjahr möglich. So ergibt sich ein Höchstbetrag von 300 Euro pro Jahr. Voraussetzungen dafür sind, dass es eine Home-Office-Vereinbarung zwischen Arbeitgeber:in und Arbeitnehmer:in gibt und das der Arbeitgeber bzw. die Arbeitgeberin die Anzahl der Home-Office Tage aufzeichnet und über den Jahreslohnzettel an das Finanzamt übermittelt. Ein eigener Antrag ist im Jahr 2023 daher nicht notwendig.

Das Pauschale dient dazu aliquot im Arbeitszimmer zu Hause entstandene Kosten wie etwa anteilige Miete, Strom, Heizung oder auch digitale Arbeitsmittel wie Computer, Telefon etc. abzugelten. Kosten beruflich verwendeter digitaler Arbeitsmittel, die über das Home-Office Pauschale hinausgehen, können weiterhin als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Zusätzlich zum Home-Office Pauschale können weitere 300 Euro pauschal für beruflich verwendetes, ergonomisch geeignetes Mobiliar als Werbungskosten geltend gemacht werden. Voraussetzung dafür ist, dass zumindest 26 Tage im Kalenderjahr ausschließlich im Home-Office gearbeitet wurde. Deine Ausgaben für ergonomisches Mobiliar sind in der Kennzahl 158 zu erfassen.

Fahrzeug (Kennzahl 721)

Beruflich veranlasste Kosten für ein privates Kfz können entweder in Form von Kilometergeldern oder im tatsächlich nachgewiesenen Umfang als Werbungskosten berücksichtigt werden. Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsort gelten nicht als beruflich veranlasst, da dafür sowieso der Verkehrsabsetzbetrag zusteht und automatisch von deinem Arbeitgeber berücksichtigt wird.

Das Kilometergeld für PKW beträgt 0,42 Euro pro Kilometer. Kilometergelder können jährlich für maximal 30.000 beruflich gefahrene Kilometer abgesetzt werden. Zum Nachweis der beruflichen Jahresfahrleistung sollte ein Fahrtenbuch mit Datum, Kilometerstand, Ausgangs- und Zielpunkt sowie dem Zweck der einzelnen Fahrt geführt werden.

Achtung! Wenn dein:e Arbeitgeber:in dir die Fahrtkosten ersetzt, dann darfst du sie nicht noch einmal als Werbungskosten geltend machen!

Fahrrad (Kennzahl 721)

Kosten für beruflich veranlasste Fahrten mit einem privaten Fahrrad können in Form von Kilometergeld abgesetzt werden. Dies gilt jedoch nicht für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte.

Das Kilometergeld für Fahrradfahrten beträgt 0,38 Euro pro Kilometer. Kilometergelder können jährlich für maximal 1.500 beruflich gefahrene Kilometer abgesetzt werden. Dies entspricht einem maximalen Betrag von bis zu 570 Euro pro Jahr. Auch hier ist eine genaue Dokumentation der Fahrten wichtig und notwendig.

Reisekosten (Kennzahl 721)

Von einer Dienstreise spricht man dann, wenn Arbeitnehmer:innen über Auftrag eines Arbeitgebers bzw. einer Arbeitgeberin außerhalb des Dienstortes tätig werden. Reisekostensätze für die von einem Arbeitgeber bzw. von einer Arbeitgeberin aus Anlass einer Dienstreise bezahlt werden sind innerhalb bestimmter Grenzen steuerfrei.

Erhalten Arbeitnehmer:innen keine oder nur einen Teil der ihnen zustehenden Reisekostensätze, können sie diese ganz oder zum Teil als Werbungskosten geltend machen. Allerdings muss es sich um eine beruflich veranlasste Reise handeln.

Um eine beruflich veranlasste Reise handelt es sich dann, wenn Arbeitnehmer:innen aus beruflichen Gründen eine Reise über eine größere Entfernung (min. 25 km Fahrtstrecke) unternehmen. Die Dauer der Reise muss dabei im Inland länger als drei Stunden betragen. Fahrtkosten können allerdings bereits bei geringeren Entfernungen und kürzerer Dauer der Reise absetzbar sein.

Eine beruflich veranlasste Reise kann, im Gegensatz zur Dienstreise, auch ohne Auftrag des Arbeitgebers bzw. der Arbeitgeberin gegeben sein. Dies könnte beispielsweise eine Teilnahme an einer Ausbildung zur Erlangung eines neuen Arbeitsplatzes sein.

Neben Reisekosten können auch bestimmte Beträge an Tagesgeldern und Nächtigungskosten als Werbungskosten angesetzt werden. Beruflich veranlasste Reisekosten sind in der Kennzahl 721 zu erfassen.

Du bist dir unsicher bei der Bemessung der Reisekosten, Tagesgeldern oder Nächtigungskosten? Dann buche hier einen Online-Video-Call mit unseren Steuerexpert:innen!

Pflichtbeiträge (Kennzahl 274)

Selbst einbezahlte Sozialversicherungsbeiträge wie z.B. freiwillige Sozialversicherungsbeiträge bei geringfügiger Beschäftigung oder Pflichtbeiträge für mitversicherte Angehörige sind in voller Höhe als Werbungskosten absetzbar. Diese kannst du in der Kennzahl 274 erfassen.

Die wichtigsten Steuerabsetzbeträge in Österreich

Steuerabsetzbeträge sind feste Beträge, die direkt von der berechneten Steuer abgezogen werden. Somit reduzieren sie die Höhe der Steuer, die du schuldest, unmittelbar. Hier folgen die wichtigsten Steuerabsetzbeträge:

Familienbonus Plus

Auf den Familienbonus Plus haben unbeschränkt steuerpflichtige Eltern Anspruch, wenn für ein Kind Familienbeihilfe bezogen wird. Er steht dem Familienbeihilfenbezieher, dem Partner des Familienbeihilfenbeziehers und dem Unterhaltsverpflichteten zu, der für das Kind den gesetzlichen Unterhalt leistet.

Der Familienbonus Plus beträgt für 2023 2.000,16 Euro jährlich (166,68 Euro monatlich) für Kinder bis zum 18. Geburtstag bzw. 650,16 Euro jährlich (54,18 Euro monatlich) für Kinder über 18 Jahre so lange für dieses Kind die Familienbeihilfe zusteht. Er kann für jedes Kind pro Jahr höchstens einmal zur Gänze berücksichtigt werden und reduziert die zu zahlende Einkommensteuer höchstens auf null.

Der Familienbonus Plus kann entweder unterjährig beim Arbeitgeber oder im Rahmen der Arbeitnehmerveranlagung/Steuererklärung beantragt werden. Er kann des Weiteren entweder von einem Elternteil zur Gänze oder von beiden Elternteilen zur Hälfte bezogen werden.

Verkehrsabsetzbetrag

Der Verkehrsabsetzbetrag beträgt für 2023 421 Euro pro Jahr und dient zur pauschalen Abdeckung der Aufwendungen für Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Im Jahr 2023 erhöht sich der Verkehrsabsetzbetrag, je nach Einkommen, um bis zu 684 Euro (Zuschlag). Der Anspruch auf den Verkehrsabsetzbetrag wird automatisch vom Arbeitgeber bzw. der Arbeitgeberin an das Finanzamt gemeldet.

Arbeitnehmer:innen, die weit von ihrer Arbeitsstätte entfernt wohnen oder denen die Benutzung eines Massenverkehrsmittels nicht möglich oder unzumutbar ist, können unter gewissen Voraussetzungen zusätzlich ein Pendlerpauschale als Werbungskosten beantragen. Besteht Anspruch auf ein Pendlerpauschale, besteht ebenso Anspruch auf ein Pendlereuro und der Verkehrsabsetzbetrag erhöht sich unter Umständen auf bis zu 726 Euro.

Pensionistenabsetzbetrag

Pensionist:innen mit einem Einkommen von bis zu 18.410 Euro jährlich haben für 2023 Anspruch auf einen Pensionistenabsetzbetrag von 868 Euro pro Jahr. Der Betrag verringert sich bei einem höheren Einkommen. Zusätzlich besteht die Möglichkeit auf den Anspruch auf einen erhöhten Pensionistenabsetzbetrag von 1.278 Euro für 2023 wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt werden.

Kinderabsetzbetrag

Der Kinderabsetzbetrag beträgt im Jahr 2023 61,80 Euro und wird jedem Steuerpflichtigem gewährt der Familienbeihilfe bezieht. Er soll die Unterhaltsbelastung abgelten und wird gemeinsam mit der Familienbeihilfe ausbezahlt.

Alleinverdiener- und Alleinerzieherabsetzbetrag

Der Alleinverdiener-/Alleinerzieherabsetzbetrag steht grundsätzlich dann zu, wenn mehr als sechs Monate Anspruch auf den Kinderabsetzbetrag besteht. Er beträgt im Jahr 2023 520 Euro für das erste Kind und erhöht sich um 184 Euro für das zweite bzw. um weitere 232 Euro für jedes weitere Kind.

Anspruch auf den Alleinverdienerabsetzbetrag besteht dann, wenn ein Steuerpflichtiger mindestens ein Kind hat und mehr als sechs Monate im Kalenderjahr folgende Voraussetzungen erfüllt:

Der Alleinverdienerabsetzbetrag steht immer nur einer Person zu.

Anspruch auf den Alleinerzieherabsetzbetrag besteht für Personen, die mindestens ein Kind haben und mindestens sechs Monate im Jahr nicht in einer Gemeinschaft mit einem Partner leben und Familienbeihilfe beziehen.

Unterhaltsabsetzbetrag

Gesetzlich unterhaltsverpflichtete Personen haben für 2023 Anspruch auf einen monatlichen Unterhaltsabsetzbetrag von 31 Euro für das erste, 47 Euro für das zweite und 62 Euro für das dritte und jedes weitere alimentierte Kind.

Als gesetzlich unterhaltsverpflichtet gilt, wer für ein nicht haushaltszugehöriges Kind nachweislich den gesetzlichen Unterhalt leistet. Ebenso darf für das Kind weder vom Unterhaltsverpflichteten noch vom Partner im selben Haushalt Familienbeihilfe bezogen werden.

Du hast noch Fragen? Unsere erfahrenen Steuerberater:innen beraten dich gerne in einer Online-Steuerberatung und helfen dir, deinen Steuerausgleich richtig durchzuführen!

Krankheitskosten und außergewöhnliche Belastungen im Steuerausgleich absetzen

Spezielle Aufwendungen und Ausgaben werden als außergewöhnliche Belastungen betrachtet, wenn sie außergewöhnlich sind, zwangsläufig entstehen und die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wesentlich beeinträchtigen.

Außergewöhnlich sind Belastungen dann, wenn diese höher sind als jene Belastungen, die der Mehrzahl der Steuerpflichtigen gleicher Einkommensverhältnisse erwächst. Zwangsläufig sind Aufwendungen dann, wenn man sich ihnen aus rechtlichen oder sittlichen Gründen nicht entziehen kann.

Ob die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit wesentlich beeinträchtigt wird, entscheidet ob der individuelle Selbstbehalt überschritten wird oder nicht. Allerdings gibt es auch außergewöhnliche Belastungen (insb. auch bei Behinderungen) bei denen kein Selbstbehalt zu berücksichtigen ist. Das sind z.B. Aufwendungen zur Beseitigung von Katastrophenschäden (Hochwasser, Lawinen, Erdrutsch…) oder der Pauschalbetrag für eine auswärtige Berufsbildung eines Kindes.

Selbstbehalt Krankheitskosten

Außergewöhnliche Belastungen, für die ein Selbstbehalt anfällt sind z.B. Krankheitskosten (Arzt- und Krankenhaushonorare, Kosten für Sehbehelfe, Kosten für Medikamente…), Kostenübernahme für einkommensschwache (Ehe-) Partner, Kurkosten und Begräbniskosten (bis EUR 20.000).

Der Selbstbehalt ist gestaffelt und wird als Prozentsatz von deinem Einkommen berechnet:

EinkommenHöhe in Prozent
höchstens7.300,006 Prozent
mehr als7.300,008 Prozent
mehr als14.600,0010 Prozent
mehr als36.400,0012 Prozent

Für ein Einkommen von z.B. EUR 45.000 ergibt sich somit ein Selbstbehalt von EUR 5.400. Erst Kosten, die diesen Betrag übersteigen, haben eine Auswirkung auf deine Steuerlast.

Steuerberatungskosten absetzen

Deine Steuerberatungskosten sind zur Gänze und unabhängig von einem Höchstbetrag steuerlich absetzbar. Du musst nur den bezahlten Betrag in der Kennzahl 460 deiner Steuererklärung eintragen und schon wird dieser als Sonderausgabe berücksichtigt.

Spenden steuerlich absetzen

Spenden können als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden. Seit 2017 werden Spenden automatisch in die jährliche Steuererklärung übernommen. Dabei ist es wichtig, dass du der Spendenorganisation deinen Vor- und Zunamen sowie dein Geburtsdatum bekannt gibst. Die angegebenen Daten müssen hierbei mit den Daten auf deinem Meldezettel übereinstimmen, ansonsten kann deine Spende nicht richtig zugeordnet werden.

Spenden an bestimmte Forschungs- und Bildungseinrichtungen wie Universitäten, Museen sowie an die 4.000 Freiwilligen Feuerwehren und die Landesfeuerwehrverbände in ganz Österreich sind steuerlich absetzbar. Ebenfalls abzugsfähig sind Spenden an Vereine und Organisationen, die sich mildtätigen Zwecken widmen, Entwicklungs- und Katastrophenhilfe leisten oder Spenden für derartige Zwecke sammeln. Diese Vereine und Einrichtungen müssen jedoch vom Finanzamt Wien 1/23 als begünstigte Einrichtung anerkannt worden sein und in der Liste begünstigter Einrichtungen (z.B. Spenden, Kirchenbeiträge bis EUR 600, Versicherungen) aufgeführt sein, um als abzugsfähig zu gelten. Die Liste der spendenbegünstigten Einrichtungen findest du hier.

Bitte achte darauf, dass die Abzugsfähigkeit von Spenden der Höhe nach begrenzt ist. Privatpersonen können Spenden bis zu 10 Prozent ihres Gesamtbetrags der Einkünfte des entsprechenden Jahres als Sonderausgaben steuerlich absetzen. Unternehmen können Sach- und Geldspenden bis zu 10 Prozent ihres Gewinns (vor Berücksichtigung des Gewinnfreibetrags) als Betriebsausgaben abziehen.

Wie gebe ich Kapitalerträge (z.B. Aktien, Dividenden, Kryptowährungen) bei der Steuer an?

Alle Information zur Besteuerung von Kapitalerträgen findest du in unseren Beiträgen:

ETF Steuern in Österreich: Wichtige Infos für Anleger:innen

KESt Verlustausgleich in Österreich: Tipps und Beispiele

Krypto Steuer Österreich 2023/2024: Vollständige und einfache Anleitung!

Steuerstufen Österreich 2023/2024

Dein steuerpflichtiges Einkommen bildet die Bemessungsgrundlage für die Berechnung deiner Einkommensteuer. In Österreich ist das Steuersystem progressiv gestaltet. Je nach Höhe deines Jahreseinkommens sind für die Berechnung der Steuerlast 2023 folgende Tarifstufen anzuwenden:

11.693 und darunter0 Prozent
über 11.693 bis 19.13420 Prozent
über 19.134 bis 32.07530 Prozent
über 32.075 bis 62.08041 Prozent
über 62.080 bis 93.12048 Prozent
über 93.120 bis 1.000.00050 Prozent
über 1.000.00055 Prozent

Für ein Einkommen von EUR 45.000 ergibt sich dann folgende Einkommensteuerberechnung:

11.693,00x 0 Prozent0,00
7.441,00x 20 Prozent1.488,20
12.941,00x 30 Prozent3.882,30
12.925,00x 41 Prozent5.299,25
Einkommensteuer 202310.669,75

Bei Fragen zu Steuern und Steueroptimierung, buch einfach einen Termin bei unserer praktischen Online-Steuerberatung für ganz Österreich – wir richten uns ganz nach deinen Bedürfnissen, egal wo du gerade bist! Die Online-Steuerberatung ist natürlich steuerlich absetzbar.

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Disclaimer: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

ETF Steuern in Österreich: Worauf solltest du beim Versteuern von ETFs und Investmentfonds in Österreich achten? Unsere Expert:innen für die Besteuerung von Kapitalvermögen informieren dich gerne – zur individuellen Beratung geht’s hier!

Was ist ein ETF?

Als ETF (= Exchange Traded Fund) wird ein Aktienfonds bezeichnet, der den Wert eines gewissen Indexes nachbildet.

Das heißt ein ETF auf den österreichischen ATX (beinhaltet die 20 größten österreichischen börsengehandelten Unternehmen) bildet den Kursverlauf des ATX ab.

Damit kannst du als Investor:in dein Risiko streuen, da du nicht Aktien jedes einzelnen der 20 Unternehmen kaufen musst, sondern nur einen Fondsanteil eines ETF der den ATX abbildet.

Als Privatanleger:in kann man auf diese Art schon mit geringen Beträgen breit investieren und in den Markt einsteigen.

Was ist ein ETF Sparplan?

Bei einem ETF Sparplan wird regelmäßig (meist monatlich) ein fixer Betrag verwendet um damit Anteile an einem ETF zu kaufen. Viele Banken und Broker bieten Sparpläne ohne zusätzliche Orderkosten oder zu vergünstigten Konditionen an.

Durch den regelmäßigen Kauf ist der Kurs zum Zeitpunkt des Kaufs weniger entscheidend, da man über die Zeit zu einem Durchschnittspreis kauft.

Thesaurierende ETFs oder ausschüttende ETFs: Was ist der Unterschied?

Ein ausschüttender ETF bezahlt laufend Dividenden aus. Das bedeutet, dass du regelmäßig Geld auf dein Konto ausbezahlt bekommst.

Bei einem thesaurierenden ETF werden die Dividenden sofort verwendet, um weitere Anteile zu kaufen. Du bekommst die Dividenden nicht ausbezahlt. Steuer fällt auf diese Dividenden dennoch an – lies unten weiter!

Was ist ein Investmentfonds?

Ein Investmentfonds ist grundsätzlich ebenfalls die Zusammenfassung mehrerer Einzelaktien zu einem Fonds, der dann wieder in Anteilen erworben werden kann.

Ein ETF ist daher auch ein Investmentfonds, aber nicht jeder Investmentfonds ist ein ETF. Bei den meisten Investmentfonds übernimmt ein Fondsmanager die Auswahl der Aktien und Anleihen, die darin enthalten sind. Dafür bekommt der Fondsverwalter dann auch ein entsprechendes Honorar und in den meisten Fällen auch einen Anteil am Erfolg.

Es gibt mittlerweile aber auch Fonds die von Computern bzw. künstlicher Intelligenz gemanagt werden. Auch ein klassischer Investmentfonds bietet Privatanlegern eine gute Möglichkeit günstig breit zu investieren, allerdings fallen meist höhere Gebühren als bei reinen ETFs an.

Wie werden ETFs und Investmentfonds in Österreich versteuert?

Als Steuerberater:innen können wir dir natürlich keine Investmentberatung anbieten, wir erklären dir aber in den nächsten Abschnitten auf welche Dinge du dabei aus steuerlicher Sicht achten solltest. Du willst deinen individuellen Fall besprechen? Nutze unsere Online-Steuerberatung für ganz Österreich: einfach Termin buchen!

Grundsätzlich werden Fonds in Österreich wie Aktien und Anleihen mit der Kapitalertragsteuer (KESt) besteuert. Das heißt, wenn du einen Fondsanteil mit Gewinn verkaufst, dann fällt dafür 27,5% KESt vom Gewinn an.

Kaufst du zum Beispiel um EUR 100,- einen Fondsanteil und verkaufst ihn ein paar Monate später für EUR 150,- dann fällt dafür KESt in Höhe von EUR 13,75 an.

Wenn du einen Anteil an einem ETF oder Investmentfonds haltest, dann bekommst du in der Regel auch laufend anteilige Dividenden aus den Aktien, die im Fonds enthalten sind. Dafür fällt ebenfalls KESt in Höhe von 27,5% an.

Zusätzlich gibt es bei Investmentfonds und ETFs auch noch die sogenannten „ausschüttungsgleichen Erträge“. Darunter versteht man Erträge, die dir zuzurechnen sind aber nicht zufließen. Beispielsweise Erträge aus Kapitalmaßnahmen oder anderen Veränderungen in der Zusammensetzung des Fonds oder Dividenden, die nicht ausgeschüttet sondern reinvestiert werden.

Beachte!

Es kann also auch sein, dass du Steuer bezahlen musst, obwohl dir gar keine Dividende zufließt. Das ist zum Beispiel bei thesaurierenden Fonds der Fall, die für dich die Dividenden direkt wieder in neue Fondsanteile investieren.

ETF: Wann und wie Steuern in Österreich zahlen

Zusammengefasst gibt es mehrere Fälle in denen Steuern anfallen können, was für Privatanleger:innen dann recht schnell komplex werden kann. Daher gehen wir nun auf die wichtigsten Unterscheidungen und typische Probleme ein.

ETF steuereinfach: Kann ich in ETFs und andere Fonds investieren ohne mich um Steuern kümmern zu müssen?

Ja, das ist ganz einfach möglich, indem du dich für einen Broker oder eine Bank in Österreich entscheidest. Dann nennt man das Depot „steuereinfach“, was bedeutet, dass die Bank oder der Broker sich um die gesamte Besteuerung kümmern muss.

Du als Privatanleger:in bekommst dann nur deine Abrechnungen und Dividendenzuflüsse und musst dich um nichts kümmern. Du brauchst dann auch nicht unbedingt einen Steuerberater.

Sehr sinnvoll ist eine Steuerberatung hingegen, wenn du deine KESt vor Jahresende optimieren möchtest. Du kannst gerne unsere praktische Online-Steuerberatung für ganz Österreich nutzen – unsere Leistungen sind steuerlich absetzbar, kostentransparent und flexibel.

Wie Verlustoptimierung funktioniert, haben wir für dich in eigenen Blogbeiträgen zusammengefasst:

KESt Verlustausgleich in Österreich: Tipps und Beispiele

Krypto Verluste gegenrechnen: Steuerliche Optimierung von Krypto-Einkünften in Österreich

ETF Steuer Österreich: Ausländischer Broker oder ausländische Bank

Viele investieren über ausländische Broker oder Banken, da diese manchmal eine größere Auswahl an Produkten bieten, etwas günstiger sind oder die App besonders einfach gestaltet ist.

Das Problem dabei ist aber, dass ausländische Broker und Banken keine Steuern für dich einbehalten müssen und du dich dann selbst darum kümmern musst. Das wird schon bei wenigen ETF Positionen oder anderen Fondsanteilen sehr komplex und für einen Privatanleger:innen kaum bewältigbar.

In den meisten Fällen wirst du nicht um eine Steuerberatung herumkommen, was dann mit höheren Kosten verbunden ist. So kann es leicht sein, dass ein günstigerer Broker mit geringeren Gebühren zu hohen Steuerberatungskosten führt, die dann wiederum deine Gewinne auffressen.

Tipp!

Wir empfehlen daher grundsätzlich für ETFs und Investmentfonds österreichische Banken und Broker zu verwenden, da das für dich die einfachere und günstigere Variante ist.

Nichtmeldefonds: Was ist ein schwarzer Fonds?

Investmentfonds und ETFs können in Österreich ihre Steuerdaten an die Kontrollbank melden, die diese Daten dann einheitlich veröffentlicht.

Macht ein Fonds das nicht, dann spricht man von einem sogenannten „schwarzen Fonds“ oder „Nichtmeldefonds“. Das ist für dich vor allem dann wichtig, wenn du einen ausländischen Broker verwendest, da du dich dann selbst um die Steuer kümmern musst.

Wenn du einen schwarzen Fonds bei einem ausländischen Broker hältst, dann empfehlen wir dir jedenfalls eine:n Steuerberater:in mit deinen Steuererklärungen zu beauftragen.

Was müssen Unternehmen und GmbHs in Österreich bei der Anlage in ETFs steuerlich beachten?

Wenn du im Rahmen deines Unternehmens oder mit einer GmbH in ETFs oder Investmentfonds investierst, dann wird es etwas komplizierter.

Ob der Steuersatz von 27,5% anwendbar ist und worauf sonst noch zu achten ist, ist leider sehr stark vom Einzelfall abhängig. Dafür würden wir dir jedenfalls empfehlen einen Termin mit unseren Steuerexpert:innen zu buchen. Vereinbare einfach einen Termin für eine Online-Steuerberatung oder schick uns eine unverbindliche Anfrage!

So löst du deinen individuellen Fall!

Zusammengefasst sind ETFs eine gute Möglichkeit relativ günstig breit zu investieren und so weniger Risiko ausgesetzt zu sein. Fakt ist aber, dass es steuerlich doch etwas komplizierter werden kann und gerade bei der Verwendung ausländischer Broker ein:e Steuerberater:in zugezogen werden sollte.

Verwendest du aber einen österreichischen Broker, dann erledigt dieser das komplette Steuerthema für dich und du musst dich um nichts kümmern. Sollten aber mal Verluste anfallen oder du möchtest dich genauer über das Thema informieren, kannst du dir gerne einen Termin bei unseren Steuerexpert:innen buchen: flexibel vor Ort in Graz oder online für ganz Österreich – wir richten uns nach deinen Bedürfnissen!

Lies weiter:

Bundesschatz Österreich: Wichtige Infos und Steuertipps

Pauschalierung für Kleinunternehmer in Österreich: Bedeutung und Beispiele

Krypto Steuer Österreich 2023/2024: Vollständige und einfache Anleitung!

KESt Verlustausgleich in Österreich: Tipps und Beispiele

Steuer auf Vermietung in Österreich: Das musst du wissen!


Disclaimer: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

KESt-Verlustausgleich in Österreich: Bei uns findest du alle Tipps und Beispiele – direkt von den Steuer-Profis der Enzinger Steuerberatung.

KESt-Verlustausgleich in Österreich: Was passiert, wenn ich Aktien mit Verlust verkaufe?

Wenn du Aktien mit Verlust verkaufst, dann wird bei einem steuereinfachen Broker in Österreich automatisch dein Verlust mit Gewinnen ausgeglichen.

Das heißt, wenn du bevor du den Verlust realisierst Gewinne gemacht hast, dann bekommst du die KESt im Ausmaß der Verluste wieder zurückerstattet.

Hast du vorher noch keinen Gewinn gemacht, bleibt der Verlust innerhalb des selben Kalenderjahres evident und wird bei späteren Gewinnen automatisch gegengerechnet.

Wie hoch ist die KESt in Österreich?

Die KESt in Österreich beträgt 27,5% von der Bemessungsgrundlage.

Die Bemessungsgrundlage der KESt ist beim Verkauf von Aktien der Gewinn, bei einer Dividende ist es der Gesamtbetrag der Dividende.

Auf die KESt können bei ausländischen Dividenden auch noch sogenannte Quellensteuern angerechnet werden, die bereits im Ausland einbehalten worden sind. Verwendest du einen steuereinfachen Broker, passiert das automatisch.

Wann muss ich in Österreich KESt zahlen?

Wenn du in Österreich steuerpflichtig bist, dann musst du auch in Österreich KESt bezahlen.

Wenn du einen österreichischen Broker oder eine Österreichische Bank verwendest, wird die KESt automatisch einbehalten und abgeführt.

Du musst das dann auch nicht mehr in deiner Steuererklärung angeben. Verwendest du aber einen ausländischen Broker oder eine ausländische Bank, dann musst du deine Einkünfte selbst in der Steuererklärung angeben und die KESt selbst ans Finanzamt bezahlen.

Wann zahlt man keine KESt – gibt es einen Freibetrag?

In Österreich gibt es keinen Freibetrag für die KESt.

Kann man Aktien-Verluste in Österreich von der Steuer absetzen?

Verluste aus dem Verkauf von Aktien können mit Gewinnen aus Aktien, Dividenden und Gewinnen aus Kryptowährungen (für alle Infos zu Krypto-Steuern besuche unsere Webseite crypto-tax.at!) ausgeglichen werden.

Das ist aber immer nur im selben Kalenderjahr möglich. Einen Verlustvortrag oder Verlustrücktrag gibt es leider nicht.

Somit ist es besonders gegen Jahresende wichtig sein Depot genau zu beobachten, um Verluste nicht zu verschenken.

Du möchtest deinen individuellen Fall mit Steuerexpert:innen für Kapitalvermögen besprechen? Wir bieten für ganz Österreich Steuerberatung in Video-Calls an – persönlich und flexibel, egal wo du gerade bist!

KESt-Verlustausgleich mit Kryptowährungen

Seit 2022 ist auch ein Verlustausgleich mit Gewinnen aus Kryptowährungen und umgekehrt möglich.

Hast du zum Beispiel einen Gewinn aus Aktien, kannst du ihn mit Verlusten aus Kryptowährungen ausgleichen. Auch umgekehrt ist das möglich und du kannst Gewinne aus Kryptowährungen mit Verlusten aus Aktien ausgleichen.

Lies auf cryptotax, unserer Informationsplattform zu Krypto Steuern in Österreich, mehr dazu: Krypto Verluste gegenrechnen: Steuerliche Optimierung von Krypto-Einkünften in Österreich

Steuer: Wie lange kann man Verluste aus Aktien in Österreich verrechnen?

Verluste aus Aktien kann man immer nur im selben Jahr mit Gewinnen verrechnen. Daher ist die Optimierung deines Depots gegen Jahresende wichtig.

Bei Fragen zu Steuern und Steueroptimierung, buch einfach einen Termin bei unserer praktischen Online-Steuerberatung für ganz Österreich – wir richten uns ganz nach deinen Bedürfnissen, egal wo du gerade bist! Die Online-Steuerberatung ist natürlich steuerlich absetzbar.

KESt-Verlustausgleich: Beispiel

Dazu ein kurzes Beispiel, wie der KESt-Verlustausgleich bei einem österreichischen Broker funktioniert:

Du verkaufst im Jänner Aktien mit Gewinn iHv. EUR 100,-. Davon wird KESt iHv. 27,5% einbehalten und der KESt-Betrag iHv. EUR 27,50 wird direkt ans Finanzamt bezahlt.

Wenn du dann im April Aktien mit Verlust iHv. EUR 50,- verkaufst, dann hast du in Summe nur noch einen Gewinn iHv. EUR 50,- und musst daher nur mehr KESt iHv. EUR 13,75 bezahlen.

Die Differenz zu den bereits einbehaltenen EUR 27,50 wird dir von deinem österreichischen Broker wieder zurückerstattet.

Das heißt du bekommst die EUR 13,75 zurück.

Wenn du zuerst mit EUR 50,- Verlust und danach mit EUR 100,- Gewinn verkaufst, dann wird beim Verkauf mit Gewinn der Verlust gegengerechnet und es werden nur noch EUR 13,75 einbehalten.

KESt-Verlustausgleich in der Einkommenssteuererklärung

Wenn du mehr als einen steuereinfachen Broker in Österreich oder einen ausländischen Broker verwendest, musst du zur Verrechnung der Verluste zwischen den Brokern deine Gewinne und Verluste in die Einkommensteuererklärung eintragen.

KESt-Verlustausgleich in FinanzOnline

Du kannst deine Steuererklärung über Finanzonline digital abgegeben und dort deine Gewinne und Verluste in die Einkommenssteuererklärung eintragen, um den KESt-Verlustausgleich durchzuführen.

Unsere erfahrenen Steuerberater:innen beraten dich gerne in einer Online-Steuerberatung und helfen dir, deinen KESt-Verlustausgleich richtig durchzuführen!

KESt-Verlustoptimierung

Gerade gegen Jahresende ist es wichtig seine Depots zu beobachten und bisher ungenutzte Verluste durch gezielte Realisierung von Gewinnen auszugleichen.

Da du deine Verluste nicht ins nächste Jahr mitnehmen kannst, ist es wichtig noch vor Jahresende Positionen mit Gewinn zu verkaufen um so den Verlust nicht zu verschenken.

Es kann aber auch Sinn machen gezielt Positionen mit Verlust zu verkaufen um diesen mit Positionen mit Gewinn auszugleichen.

Unsere Expert:innen können dir dabei helfen dein Portfolio zu optimieren, um möglichst wenig KESt zu bezahlen. Hier geht’s zur Steuerberatung – flexibel online für ganz Österreich oder in unserer Kanzlei im Zentrum von Graz!

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Disclaimer: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

Alles zu Pauschalierung für Kleinunternehmer: Kleinunternehmerpauschalierung und Basispauschalierung mit Beispiel erklärt.

Was ist die Pauschalierung für Kleinunternehmer in Österreich?

In diesem Beitrag wollen wir dir anhand von einfachen Beispielen erklären, wie du als EPU, Kleinunternehmen oder nichtbuchführender Gewerbetreibender deine Steuer in Österreich mit Hilfe einer Pauschalierung berechnen kannst.

Definition und Erklärung von Einkommensteuer-Pauschalierung in Österreich

Für Unternehmer:innen gibt es in Österreich verschiedene Möglichkeiten steuerliche Pauschalierungen in Anspruch zu nehmen. Dazu zählen beispielsweise die Basispauschalierung und die Kleinunternehmerpauschalierung.

Bei beiden musst du nur deine Einnahmen und wenige andere Ausgaben mitdokumentieren und kannst dann pauschal einen gewissen Prozentsatz von deinen Einnahmen als Ausgaben abziehen. Damit ersparst du dir das lästige Belege sammeln und kannst mit nur wenig Aufwand deine Steuererklärung erledigen oder von deinem Steuerberater bzw. deiner Steuerberaterin erledigen lassen.

Wir bieten die Kleinunternehmer-Pauschalierung für unsere Kund:innen zum Fixpreis an – so hast du vorab alle Kosten unter Kontrolle.

Wenn deine Umsätze für die Kleinunternehmerpauschalierung zu hoch sind, schick uns gleich eine unverbindliche Anfrage oder nutze die Online-Steuerberatung.

Das umfassende Angebot unserer Steuerberatungskanzlei findest du hier – online oder in unserer Kanzlei im Zentrum von Graz – flexibel und persönlich, egal wo du gerade bist!

Wann darf man pauschalieren?

Bei der Pauschalierung wird zwischen der Basispauschalierung und der Kleinunternehmerpauschalierung unterschieden. Die Basispauschalierung ist bis zu einem Jahresumsatz von EUR 220.000,-, die Kleinunternehmerpauschalierung bis zu einem Jahresumsatz von EUR 35.000,- möglich.

Die Basispauschalierung erklärt

Grundsätzlich darf bei Gewebetreibenden und Selbstständigen mit einem Jahresumsatz bis maximal EUR 220.000,- die Basispauschalierung zur Anwendung kommen.

Mit den pauschalen Betriebsausgaben iHv. 6% oder 12%, je nach Tätigkeit, sind dann beispielsweise Abschreibungen für größere Anschaffungen, Miete, Post, Telefon, Internet, Heizung, Werbung, oder Kosten für den PKW bereits abgedeckt.

Zusätzlich kannst du noch die Kosten für deine gesetzliche Sozialversicherung, Kosten für Wareneinkäufe, Löhne, Fremdleistungen, dein Home-Office (Arbeitsplatzpauschale), 50% deines Öffi-Tickets und weiterverrechnete Reisekosten als Ausgaben geltend machen.

Die Kleinunternehmerpauschalierung erklärt

Für Unternehmer mit einem Jahresumsatz unter EUR 35.000,- gibt es dann nochmal die Kleinunternehmerpauschalierung, bei der die Prozentsätze für die pauschalen Ausgaben mit 20% bzw. 45%, je nach Tätigkeit, höher sind.

Wegen der höheren pauschalen Ausgaben dürfen dann aber nur noch beispielsweise die Kosten für die gesetzliche Sozialversicherung, deine Öffi-Jahreskarte (zu 50%) oder dein Home-Office (Arbeitsplatzpauschale) zusätzlich abgezogen werden.

Gibt es auch in der Umsatzsteuer eine Pauschalierung?

Ja, auch in der Umsatzsteuer gibt es eine Pauschalierung für die Vorsteuer, die du dir als Unternehmer abziehen darfst.

Wenn du Umsätze mit Umsatzsteuer erzielst, kannst du dir 1,8% deiner netto Einnahmen als pauschale Vorsteuern holen anstatt die tatsächlichen Vorsteuern aus deinen Eingangsrechnungen geltend zu machen.

Ob das vorteilhaft für dich ist, kannst du gerne mit uns in einem Beratungs-Call besprechen!

Für Infos zu unserer praktischen Online-Steuerberatung für ganz Österreich lies hier weiter:

Online-Steuerberater in Österreich: Alle Infos zu Kosten und Ablauf

Beispiel zur Kleinunternehmerpauschalierung in Österreich

Bob ist selbstständiger Programmierer und baut Websites für verschiedene Kunden. Da er hauptsächlich für andere EPUs und Unternehmer tätig ist, verrechnet er seine Leistungen mit Umsatzsteuer. Heuer hat er EUR 28.000,- netto (also EUR 33.600 inkl. 20% USt) damit eingenommen. Er hat neben seiner Sozialversicherung bei der SVS und seinem Klimaticket kaum Ausgaben, da er von zuhause aus arbeitet und außer einem Laptop fast nichts benötigt.

Da Bob mit seinen Einnahmen unter EUR 35.000,- bleibt, kann er die Kleinunternehmerpauschalierung in Anspruch nehmen. Als Dienstleister kann er daher 20% seiner netto Einnahmen als pauschale Ausgaben geltend machen. Daneben kann er noch seine bezahlten SVS Beiträge, die Hälfte der Kosten für sein Klimaticket abziehen und das Arbeitsplatzpauschale für sein Home-Office in Anspruch nehmen. Sein Gewinn, von dem dann seine Steuer berechnet wird, ergibt sich daher so:

EinnahmenEUR 28.000,- netto
Pauschale AusgabenEUR -5.600,-
Klimaticket (50%)EUR -500,-
ArbeitsplatzpauschaleEUR -1.200,-
SVS ZahlungenEUR -5.000,-
Gewinn           EUR 15.700,-
Davon Gewinnfreibetrag (15%)EUR -2.355,-
Zu versteuerndes EinkommenEUR 13.345,-

Das heißt Bob muss für heuer EUR 13.345,- versteuern und kann EUR 5.600,- als pauschale Ausgaben steuerlich absetzen und erspart sich damit das lästige Belege sammeln für seine Miniausgaben.

Da Bob seine Umsätze mit 20% Umsatzsteuer verrechnet, kann er zusätzlich 1,8% der Einnahmen als Vorsteuern abziehen. Für seine Umsatzsteuer heißt das, dass er von den EUR 5.600,- Umsatzsteuer, die er seinen Kund:innen verrechnet hat, noch EUR 504,- als Vorsteuer abziehen darf und dann nur noch EUR 5.096,- ans Finanzamt bezahlen muss.

Kann ich immer eine Pauschalierung machen? Bzw. worauf muss ich bei einem Wechsel zwischen Pauschalierung und Einnahmen-Ausgaben-Rechnung achten?

Bei der Gründung eines Unternehmens kann man sich im ersten Jahr aussuchen, welche Gewinnermittlung man machen möchte.

Wenn die Voraussetzungen vorliegen, kann man daher auch gleich mit der Pauschalierung starten.

Wenn dann das Unternehmen und damit auch die Ausgaben wachsen, kann es aber sinnvoll oder notwendig sein zur Einnahmen-Ausgaben-Rechnung zu wechseln.

In diese Richtung kann man grundsätzlich immer wechseln, was aber schwieriger ist, ist der Wechsel zurück zur Pauschalierung. Das ist leider nur nach Ablauf 3 Jahren (Kleinunternehmerpauschalierung) bzw. von 5 Jahren (Basispauschalierung) möglich.

Wenn du dir unsicher bist, nutze unsere praktische Online-Steuerberatung – persönlich und flexibel, egal wo du gerade bist!

Kann ich meine Steuerberatungskosten trotz Pauschalierung steuerlich absetzen?

Ja, wenn du deinen Gewinn mit Hilfe einer Pauschalierung berechnest, darfst du in Österreich deine Steuerberatungskosten zusätzlich in deiner Steuererklärung als Sonderausgabe absetzen.

Muss ich die Steuererklärung selbst machen?

Nein, wenn du Kleinunternehmer bist, kannst du direkt auf unserer Website unser Pauschalangebot für die Pauschalierung buchen. Danach musst du uns nur mehr ein paar Fragen beantworten, deine Belege für deine Einnahmen und das Öffi-Ticket hochladen und wir erledigen dann den Rest.

Um herauszufinden, ob die Kleinunternehmerpauschalierung das richtige für dich ist, kannst du gerne unserem Taxmate rechts unten im Bild ein paar Fragen beantworten, und er sagt dir dann, ob du das Paket direkt buchen kannst.

Wenn du zu hohe Umsätze für die Kleinunternehmerpauschalierung hast, kannst du gerne eine unverbindliche Anfrage bei unseren Dienstleistungen stellen oder offene Fragen in unserer Online-Steuerberatung klären.

Wir können dir beratend zur Seite stehen oder einfach deine ganze Steuererklärung für dich erledigen!

Das umfassende Angebot unserer Steuerberatungskanzlei – für Unternehmer:innen und Privatpersonen – findest du hier – online oder in unserer Kanzlei im Zentrum von Graz – flexibel und persönlich, egal wo du gerade bist!

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Disclaimer: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

Aktualisiert am 14.06.2024
Mieteinnahmen versteuern in Österreich: In diesem Beitrag erklären wir dir, wie Mieteinnahmen in Österreich bei natürlichen Personen besteuert werden und worauf du bei deiner Steuererklärung achten musst, wenn du Einnahmen aus Vermietung und Verpachtung hast.

Wir arbeiten mit unseren Steuerberater:innen und Expert:innen in unserer Kanzlei im Zentrum von Graz und Online für Kund:innen in ganz Österreich. Unser flexibles Angebot findest du bei unseren Dienstleistungen.

Bei Fragen zum Thema Online-Steuerberatung in Österreich lies hier weiter: Online-Steuerberater in Österreich: Alle Infos zu Kosten und Ablauf

Wie hoch ist die Steuer bei Vermietung in Österreich?

Einkünfte aus der Vermietung und Verpachtung werden in Österreich mit dem normalen Einkommensteuersatz versteuert.

Das bedeutet, dass alle deine Einkünfte, egal ob aus Vermietung, einem normalen Angestelltenverhältnis oder z.B. aus einer Vortragstätigkeit zusammengezählt werden und darauf dann der sogenannte Stufentarif (das ist der progressive Einkommenssteuersatz) zur Anwendung kommt.

Das heißt auf den ersten Teil (für 2024 bis EUR 12.816,-) bezahlst du 0% Steuer, dann in der nächsten Stufe 20%. Je nach Höhe deines Einkommens zahlst du bis zu maximal 50% bzw. in Ausnahmefällen 55% an Steuer.

Wie viel Steuer auf private Mieteinnahmen in Österreich?

Verdienst du zum Beispiel EUR 14.000,- dann zahlst du für die ersten EUR 12.816,- einen Steuersatz von 0% und nur für den Teil darüber 20%. In diesem Fall wäre dies eine Steuerlast von EUR 236,80 : 20% von EUR 1.184,- sowie EUR 12.816,- an steuerfreien Einkünften.

Für deine Einkünfte aus Vermietung hängt der Steuersatz also vor allem von deinen anderen Einkünften ab. Verdienst du z.B. als Angestellte:r bereits sehr gut, fallen deine zusätzlichen Vermietungseinkünfte in eine höhere Tarifstufe, als wenn du weniger verdienen würdest.

Grundsätzlich sind die meisten Wohnungsvermietungen oder Vermietungen einzelner Ferienwohnungen ohne große Zusatzleistungen als Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung zu versteuern. Du zahlst darauf, wie oben erklärt, den normalen Einkommensteuertarif (zwischen 0 und 55%).

Wie viel an Mieteinnahmen ist in Österreich steuerfrei?

Für Mieteinnahmen gibt es keinen eigenen Steuerfreibetrag oder eine Grenze, bis zu der keine Steuer anfällt. Wenn du ansonsten keine Einkünfte hast und unter EUR 12.816,- bleibst, dann beträgt dein Steuersatz nach dem normalen Einkommensteuertarif 0%.

Was ist bei der Vermietung in Österreich steuerlich absetzbar?

Du darfst in deiner Steuererklärung natürlich Ausgaben, für die Wohnung, die du vermietet hast, steuerlich absetzen. Typische Ausgaben sind Betriebskosten, Wartungsarbeiten, Maklergebühren, Kreditzinsen und Abschreibungen.

Tipp:

Alle Ausgaben, die du von der Steuer absetzen möchtest, musst du mit Belegen und Zahlungsnachweisen dokumentieren. Diese Dokumentation ist aufzubewahren, damit bei einer eventuellen Steuerprüfung in den Folgejahren alles nachweisbar ist.

Abschreibungen beinhalten, dass ein Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten einer Immobilie (jedoch nicht des Grundstücks) jedes Jahr abgesetzt werden kann. Wie du den Kaufpreis aufteilst, hängt davon ab, wo das Grundstück liegt.

Wenn du eine Immobilie geschenkt bekommst oder geerbt hast und die Immobilie bereits vermietet war, müssen die Abschreibungen der vorherigen Besitzer:innen üblicherweise fortgeführt werden. Wird eine Immobilie erst Jahre nach dem Erwerb vermietet, müssen fiktive Anschaffungskosten für den Beginn der Vermietung berechnet werden.

Abhängig von den konkreten Sachverhalten bei einem Kauf, einer Schenkung oder einem Erbe, können jedoch unterschiedliche Regelungen gelten. Um die möglichen Abschreibungen in deinem individuellen Fall festzustellen, raten wir zu einem Beratungsgespräch bei einer Steuerberatungskanzlei. Du kannst uns gerne kontaktieren!

Ebenso können Abschreibungen größere Investitionen in eine bestehende Immobilie umfassen. Wenn beispielsweise eine Küche erneuert wird, kann dies über die Nutzungsdauer verteilt abgeschrieben werden. Eine Detailberatung zu möglichen Abschreibungen ist empfehlenswert.

Was nicht von der Steuer abgesetzt werden kann, sind beispielsweise Kosten für ein Arbeitszimmer, um deine Unterlagen zu sortieren oder aufzubewahren.

Wir beraten dich gerne zu den vielen Möglichkeiten von Abschreibungen und Optimierungen bei Vermietung. Vereinbare einfach einen Termin – in unserer Kanzlei im Zentrum von Graz oder Online für ganz Österreich.

Sowohl unsere Termine vor Ort als auch unsere Online-Beratungen können als Steuerberatungsleistungen steuerlich abgesetzt werden.

Wie viel bleibt mir von 1.000,- Euro Miete übrig?

Wie viel von EUR 1.000,- Miete am Ende nach Steuern übrig bleibt hängt zunächst von deinen Ausgaben (siehe oben) ab. Was dann nach Abzug der Ausgaben übrig bleibt, wird versteuert.

Verdienst du zum Beispiel als Angestellte:r bereits EUR 70.000,- brutto im Jahr, wäre der Steuersatz für die Mieteinkünfte 48%, verdienst du EUR 40.000,- brutto dann wäre der Steuersatz 40%. Das heißt, wie viel am Ende übrigbleibt, hängt von deinen Ausgaben und deinen anderen Einkünften ab.

Was passiert, wenn man Mieteinnahmen nicht versteuert?

Wenn du Gewinne aus deiner Vermietung hast und diese vorsätzlich nicht versteuerst, dann ist das Steuerhinterziehung. Wenn das Finanzamt davon erfährt, dann musst du die Steuern samt Zinsen nachzahlen und kannst obendrauf noch eine Strafe bis zum doppelten des Steuerbetrags bekommen.

Um in solchen Fällen einer Strafe zu entgehen, kann nachträglich eine Selbstanzeige beim Finanzamt eingebracht werden. Unsere Expert:innen begleiten Kund:innen immer wieder erfolgreich durch eine Selbstanzeige. Wir empfehlen ein Beratungsgespräch, um die Möglichkeiten zu besprechen.

Wie versteuere ich Einnahmen aus der Vermietung einer Ferienwohnung?

Einnahmen aus der Vermietung von Ferienwohnungen auf AirBnB oder Booking.com sind in Österreich wie normale Mieteinnahmen mit dem Einkommensteuertarif zu versteuern.

Achtung, die Plattformen sind zur Meldung deiner Daten an das Finanzamt verpflichtet! Vermietest du über eine Plattform und gibst die Einkünfte nicht in deiner Steuererklärung bekannt, ist die Chance hoch, dass das Finanzamt davon erfährt.

Muss ich Umsatzsteuer für meine Mieteinnahmen bezahlen?

Die Vermietung von Wohnungen zu Wohnzwecken ist in Österreich mit 10% Umsatzsteuer zu besteuern. Ausnahmen gibt es nur, wenn deine gesamten Einnahmen aus selbstständiger oder gewerblicher Tätigkeit im Jahr unter EUR 35.000,- bleiben. Dann kannst du als Kleinunternehmer auch ohne Umsatzsteuer vermieten.

Achtung, wenn du mit Umsatzsteuer vermietest, gilt der geringe Steuersatz von 10% nur auf die Miete selbst und wenige andere Ausnahmen. Der Rest, wie zum Beispiel der Parkplatz, ist mit 20% Umsatzsteuer zu versteuern.

Wenn du Hilfe, beim richtigen Versteuern deiner Mieteinnahmen benötigst, empfehlen wir eine unverbindliche Anfrage auf unserer Webseite zu stellen. Wir können deine gesamte Steuererklärung für dich machen, oder auch nur beratend zur Seite stehen.

Unser Angebot gibt es online – für alle in Österreich Steuerpflichtigen, egal wo du gerade bist.

Kann ich Verluste aus der Vermietung mit anderen Einkünften ausgleichen?

Ja, das ist grundsätzlich möglich. Wenn du in einzelnen Jahren Verluste bei der Vermietung machst, z.B. weil du eine neue Küche kaufen musstest oder einen längeren Leerstand hattest, kannst du mit diesem Verlust deine Einkommenssteuer senken, die du auf dein sonstiges Einkommen zahlst.

Wenn du allerdings über Jahre hinweg nur Verluste hast, dann kann es sein, dass dich das Finanzamt als „Liebhaberei“ einstuft und deine Verluste streicht. Dies geschieht, wenn du über mehrere Jahre keine Gewinne aus deiner Vermietung erwirtschaftest.

Muss ich auch Verluste aus einer Vermietung in der Steuererklärung angeben?

Verluste aus Vermietung können deine Steuer senken, wenn du sie in deine Steuererklärung einträgst. Verluste aus einzelnen Jahren kannst du üblicherweise in der Steuererklärung geltend machen. Wenn du deine Wohnung vermietest und nach Abschreibungen und laufenden Kosten über mehrere Jahre nie ein Gewinn übrigbleibt, dann gilt das steuerlich als „Liebhaberei“. Dann darfst du deine Verluste nicht mit anderen Einkünften ausgleichen und musst sie deshalb auch nicht in die Steuererklärung aufnehmen.

Wir empfehlen solche Fälle im Zweifelsfall mit einem Steuerberater bzw. einer Steuerberaterin zu besprechen, um zu klären, wann Verluste in die Steuererklärung eingetragen werden können und wann nicht.

Steuer: Was muss ich bei der Vermietung an Angehörige in Österreich beachten?

Die Vermietung an Angehörige ist zu fremdüblichen Konditionen ganz normal möglich. Eine Ausnahme besteht nur bei der Vermietung an unterhaltsberechtigte Kinder, diese wird steuerlich nicht anerkannt.

Was passiert, wenn meine Vermietung vom Finanzamt als Liebhaberei eingestuft wird?

Wenn du auch nach mehreren Jahren noch keinen Gewinn mit deiner Vermietung gemacht hast, kann es sein, dass das Finanzamt deine Vermietung als Liebhaberei einstuft. Für dich bedeutet das, dass du die Verluste nicht mit anderen Einkünften, wie zum Beispiel deinem Gehalt als Angestellte:r, ausgleichen darfst.

Das Finanzamt ändert dann auch deine alten Steuerbescheide und verlangt Steuernachzahlungen von dir.

Achtung!

Wenn du zum Beispiel eine Anlegerwohnung mit Umsatzsteuer gekauft hast, und dir die Umsatzsteuer als Vorsteuer vom Finanzamt zurückgeholt hast, dann will das Finanzamt auch die Vorsteuer zurück!

Du hast noch mehr Fragen zu Steuern und Vermietung in Österreich?

Schick uns eine unverbindliche Anfrage oder vereinbare gleich einen Beratungs-Termin mit unseren Steuer-Expert:innen!

Alle unsere Dienstleistungen kannst du auch Online in Anspruch nehmen, wir richten uns nach dir!

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Disclaimer: Diese Information gibt bloß einen ersten Überblick und erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Sie kann ein ausführliches und individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Enzinger Steuerberatung übernimmt keine Haftung für die Richtigkeit, Aktualität und Vollständigkeit dieser Information.

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